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Felswandsanierung über dem Achereggtunnel in der Schweiz

Einsatzort:

A2 bei Stansstadt (CH), Achereggtunnel, direkt am Vierwaldstädter See

eingesetzte Maschine:

WT 1000

auszuführende Arbeiten:

Sanierung der Felswandsicherung über dem Achereggtunnel

Besonderheiten:

Der Standplatz der 103 m Hubarbeitsbühne liegt auf einem eigens vorbereiteten Plateau über dem Tunnelausgang. Die WT 1000 wird mit einem 500 t Autokran auf dieses Plateau gehoben. Von dort aus werden die Anker bis in ca. 90 m Höhe und bis zu einer seitlichen Ausladung von 34 m angefahren.

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Bericht:

Nach fast zweijähriger Vorbereitung begannen am 07.05.2013 die Arbeiten an der Felswand über dem Achereggtunnel in der Schweiz. Die Felswand ist einsturzgefährdet und deshalb mit Felsankern bis in ca. 90 m Höhe abgesichert. Alle 10 Jahre werden diese Sicherungen gewartet und wenn nötig erneuert. Elektronische Bewegungsmelder registrieren zudem jede Veränderung an der Wand und können so frühzeitig vor einem drohenden Felsabsturz warnen. Auch diese Systeme werden dabei überprüft und teilweise erneuert.

Bisher wurden diese Arbeiten mit Hilfe eines Gerüstes ausgeführt. Das führte einen hohen Zeitaufwand mit sich und verursachte zudem sehr hohe Kosten.

Erstmals wollte man deshalb den Einsatz einer Arbeitsbühne prüfen. Dabei galt es nicht nur jeden der zahlreichen Anker an der Felswand zu erreichen sondern auch der komplizierte Standort, ein Felsplateau über der A2 (Gotthardautobahn), musste für die Bühne zugänglich gemacht werden.

Letzlich entschied man sich die Bühne mittels eines 500 t Autokranes auf das Plateau zu heben. Keine leichte Aufgabe, mit ihren 60 t Eigengewicht ist die WT 1000 (103 m hohe Arbeitsbühne) wahrlich ein "schwerer Brocken". Auch ein 500 t AK kommt da schnell an seine Grenzen und so musste zusätzlich noch eine Rampe zur Verlängerung des Plateaus errichtet werden mit deren Hilfe die Ausladung für den 500 t AK verkürzt werden konnte.

Der detaillierte Bildbericht in diesem Beitrag veranschaulicht das Geschilderte sehr deutlich.

Die WT 1000 der Eisele AG kurz nach der Zollkontrolle am Grenzübergang Basel.Ankunft am Vierwaldstätter See. Die Bühne wird auf einem Parkplatz abgestellt und wartet die Hubbereitschaft des 500 t Autokran ab, dieser wird sie auf ein Plateau über die A2 heben.Der 500 t AK der schweizer Firma Fanger wird aufgerüstet. 35 m Wippe und 165 t Ballast. In dieser Konfiguration wird er die 60 t schwere Hubarbeitsbühne der Eisele AG auf das Felsplateau heben.Beengte Platzverhältnisse beim Aufbau des Kranes. Der Kreisverkehr auf der Bundesstraße, parallel zur A2, wird teilweise gesperrt und der Verkehr mittels Posten geregelt.Trotz Kranaufbau läuft der Verkehr weiter.Die Spitze des Wippenauslegers wird montiert.Einscheren der Hakenflasche, das Team der Fa. Fanger arbeitet routiniert und zügig, alles verläuft im Zeitplan.Aufziehen der Wippe, der 500 t Autokran ist bereit zum Einheben der 103 m Hubarbeitsbühne der Eisele AG. Zuvor wird er noch mit Baggermatten eine Rampe errichten. Zirka 26 m weit kann der 500-tonner die 60 t schwere Bühne auslegen, das reicht jedoch nicht aus um sie auf dem Felsplateau vollständig absetzen zu können. Aus diesem Grund wird das Plateau mit einer künstlichen Rampe aus Baggermatten "verlängert". Anschließend wird die Hubbühne mit eigenem Antrieb zu ihrem Standort fahren.Ein Minibagger bereitet den Untergrund für die Rampe vor.Hier wird die Rampe das Felsplateau verlängern und so das Absetzen der WT 1000 ermöglichen.Die ersten Baggermatten schweben ein.Ein Kreuzstapel wird die erforderliche Stabilität bringen.Das Niveau des Plateaus ist erreicht.Die Anschlußplatten schaffen eine kraftschlüssige Verbindung zum Plateau. Wenn die 60 t schwere Bühne darauf abgesetzt wird und diese anpresst, wird verhindert, dass bei der Auffahrt auf den Berg der Plattenstapel noch vorn weggedrückt wird.Die letzte Matte wird gelegt.Jetzt noch eine Überfahrt anschütten und schon ist die Rampe fertig.Geschafft, der Absetzpunkt hoch über der Autobahn ist fertig.Vorbereitungen zum Anschlagen der Bühne. Es werden die Abstützholme als Anschlagpunkte verwendet und mit einem Kantenschutz versehen. Dadurch wird verhindert, dass die Texilbänder durchgeschnitten werden könnten.Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen, fertig zum Einhub.Mit dieser Traverse wird verhindert, dass die Seile an der Hubbühne anliegen und diese evtl. beschädigen könnten.Die WT 1000 ist angeschlagen, die unterschiedlichen Seillängen wurden vorher berechnet da der Schwerpunkt der Bühne nicht mittig zwischen den Stützen liegt sondern diese stark kopflastig ist.Der Hub beginnt.Langsam hebt sich die WT 1000 vom Boden ab.Nun wird sich zeigen ob der Schwerpunkt richtig ermittelt wurde.Nur noch die Sperrung der parallel zur Autobahn verlaufenden Zugtrasse abwarten und dann geht es los.Die Bühne hängt frei ... und absolut in Waage, alle sind erleichtert.Die Mittelachse wurde geliftet. Das ermöglicht den Einsatz der Allradlenkung auf dem Berg und erhöht die Geländegängigkeit der Bühne. Nur noch Antriebsachsen werden beim Absetzen Bodenkontakt haben.Letzter Check der Anhängepunkte, alles passt, nichts hat sich gelockert oder verschoben, der Kantenschutz sitzt perfekt.Die "Reise auf den Berg" beginnt.Langsam wird die WT 1000 angehoben.Der Einhub der Bühne geschieht an einem Verkehrsknoten. Hier lafen die Bundesstraße, eine Bahnlinie sowie die A2 (Gotthardautobahn) parallel zueinander.Während des Einhubes wurde die Bahnstrecke vorübergehend gesperrt, der Verkehr auf der Autobahn lief weiter.Der 500 t AK hat seine maximale Ausladung erreicht, da dies nicht ausreicht die WT 1000 auf dem Felsplateau abzusetzen, wurde dies mit einer Rampe aus Baggermatten "verlängert"."Landung" auf dem Berg.Die Vorderachsen stehen auf der künstlichen Rampe.Im Hintergrund der Vierwaldstätter See.Die Rampe hält, ohne sie wäre statt des 500 t AK mindestens ein 750 t Autokran erforderlich gewesen.Jetzt bloß nicht nach vorn "rollen" ;-).Rückwärts ging es den Berg hinauf bis zum Standplatz an der Felswand.Die Rampe bleibt liegen bis zum Ende des Einsatzes.Standort eingenommen, jetzt noch die Abstützplatten legen, fertig.Bereit zum Einsatz. Die ca. 80 m tief in den Berg getriebenen Anker werden geprüft und nachgezogen. Auch die Messdosen welche jeglich Bewegung der Felswand registrieren werden überprüft und wenn nötig erneuert.Bis in ca. 90 m Höhe müssen die Anker erreicht werden. Dabei gilt es auch die überhängende Felswand zu überwinden.Blick nach unten, rechts die A2, dann die Bahnstrecke und die Bundesstraße. Links der Vierwaldstätter See.Alles sieht aus 100 m Höhe ziemlich klein aus, auch der 500 t Autokran.Blick in Richtung Stansstad.Die Anker hinter der überhängenden Felswand sind besonders schwer zu erreichen. Die Sicherheitsnetze stellen ein weiteres HIndernis dar und können aufgrund der Felssturzgefahr nicht entfernt werden.Präziese erreicht die WT 1000 der Eisele AG jeden Anker. Damit ist das Einsatzziel erreicht.Blick vom Vierwaldstätter See aus.... wo andere Urlaub machen. Dieses Panorama war allein schon alle Mühe im Vorfeld wert.... selbst schwierigste Anker werden mit der Eisele-Bühne erreicht.